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2011 June

17. Juni 2011

„The Virtual Art of Gardening“ Bosch-Studie blickt Hobbygärtnern im Internet über die Schulter

Uncategorized — teamq

Hobbygärtner lieben ihr Grün. Sie hegen und pflegen es, investieren Zeit und Geld. Sie trimmen, schneiden und häckseln während der gesamten Gartensaison – und sie schreiben im Internet darüber. Die von Bosch Lawn and Garden beauftragte Studie „The Virtual Art of Gardening – Einblicke in das Europäische Gartenweb“ untersucht erstmals detailliert, worüber sich europäische Gartenliebhaber im Netz austauschen, wie sie das tun und warum sie sich im Social Web bewegen.

Eines der zentralen Ergebnisse der Untersuchung ist, dass der Garten als Ort der Ruhe und des Rückzugs sowie als Sinn gebendes Betätigungsfeld und Gestaltungserlebnis für den Hobbygärtner die höchste Bedeutung hat. Anders als etwa beim Heimwerken, geht es den privaten Gärtnern nicht vorrangig um Effizienz, Geschwindigkeit oder Kraft. Sie verstehen den Garten vielmehr als Ort der Entschleunigung und Biotop, für das sie gerne viel Zeit und Zuwendung investieren, damit es sich optimal entwickelt. Grundlage der Untersuchung sind private Websites und Blogs sowie Gartenforen mit User Generated Content in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Frankreich, Spanien, Dänemark, Belgien sowie den Niederlanden. linkfluence untersuchte das Social Web im Auftrag von Bosch zwischen Oktober 2010 und Februar 2011 umfassend. Ziel der Studie war es, die Hobbygärtner, die sich im Netz tummeln, noch besser kennen zu lernen und zu verstehen, was sie antreibt, beziehungsweise welche Bedürfnisse sie haben.

Eine kleine, feine Gemeinschaft

Hobbygärtner befassen sich im Internet mit den unterschiedlichen Facetten des privaten Gartens und des Gärtnerns. Im Vergleich zu anderen Communities, die sich mit Mode, Heimwerken oder Basteln beschäftigen, ist der Austausch zu Garten-Themen im Netz noch relativ gering. Von mehr als 2.000 Internetauftritten in den acht untersuchten Ländern, die sich im weitesten Sinne mit dem Thema Garten beschäftigen, hat linkfluence 709 Auftritte als relevant eingestuft. Diese Seiten beschäftigen sich ausschließlich mit dem Thema Garten und nicht mit weiteren kohärenten Themen wie Kochen, Dekoration, Architektur oder Kunst. Die Inhalte auf diesen Seiten sind von den Nutzern selbst generiert. Diese rund 700 Internetauftritte bilden das so genannte europäische „Gartenweb“. 80 Prozent davon entfallen auf Blogs, 20 Prozent auf Websites. Foren spielen auf Grund der geringen Anzahl eine untergeordnete Rolle. Die meisten Blog-Beiträge zum Thema Garten finden sich in Deutschland. Dänemark und die Niederlande haben jedoch, gemessen an der Bevölkerungszahl, deutlich mehr aktive Gartenliebhaber im Netz.

Die meisten Hobbygärtner berichten im Internet ausführlich vom Leben und Arbeiten im Garten und untermalen ihre Erlebnisse mit zahlreichen Fotos. Die Beschreibung der eigenen Tätigkeiten dient dabei oft als Wiederholung und damit als Verlängerung des ursprünglichen Gartenerlebnisses. An einem Austausch mit anderen Gartenliebhabern sind die Gartenblogger – in der Mehrzahl weiblich und älter als 40 Jahre – häufig nicht interessiert.

Blumen, Gemüse und Bäume dominieren die untersuchten Bilderwelten in den analysierten Blogs. Eine Vielzahl der Gartenliebhaber schreibt über den eigenen Blumengarten, gefolgt vom Gemüsegarten und von Bäumen. Den größten Platz nehmen jedoch eindeutig Blumen in ihrer ganzen Vielfalt ein, portraitiert in unterschiedlichen Tages- und Lichtverhältnissen, die facettenreiche Stimmungen einfangen.

Für Frank Toma, Managing Director von Bosch Lawn and Garden, besitzt die Studie eine wegweisende Funktion: „Auch wenn heute noch verhältnismäßig wenig Austausch über die konkrete Anwendung von Gartenwerkzeugen im Netz stattfindet, ist abzusehen, dass Themen der Gartenpflege zunehmen. Das zeigt sich bereits an weichen Inhalten wie der facettenreichen Portraitierung der heimischen Pflanzenwelt. Darin sehen wir einen ersten Schritt. Wir werden daher auch in Zukunft auf das Medium Internet setzen und unsere Aktivitäten weiter ausbauen.“

1. Juni 2011

Trotz Gelassenheit: EHEC erschüttert einmal mehr das Verbrauchervertrauen in Lebensmittel

Uncategorized — teamq

Die deutschen Verbraucher reagieren zwar gelassen auf das Thema EHEC, aber das Vertrauen in die Lebensmittelproduzenten wird mit jedem neuen Skandal mehr untergraben. Ebenso zeigt sich, dass Frauen und Männer unterschiedlich mit EHEC umgehen. Dies zeigt eine aktuelle Studie von ODC-Services und linkfluence/Q | Agentur für Forschung. Das Besondere an dieser Studie: Es wurden einerseits über 1.600 Personen befragt und die Ergebnisse mit einer Analyse von Diskussionen in den Social Media mit Hilfe des linkfluence Ansatzes verglichen und angereichert.

Die Ergebnisse im Detail:

Für die Studie befragte ODC zwischen dem 27. und 29. Mai insgesamt 1.624 Personen im gesamten Bundesgebiet und die Agentur Q analysierte mit Hilfe des Linkfluence-Tools über 7.000 Seiten im deutschen Social Web im Zeitraum vom 24. bis 30. Mai.

Befragung wie Social Media-Analyse zeigen, dass die deutschen Verbraucher das Thema insgesamt gelassen sehen. Die Hälfte der Befragten ist überzeugt, dass die Medien übertreiben und alles nur halb so schlimm ist. Dass EHEC bisher vor allem ein Thema der Medien ist, zeigt auch der Blick auf Diskussionen in den Social Media. Während sich auf den redaktionell geführten Onlineseiten wie spiegel.de oder stern.de mehr als 2200 Beiträge zu EHEC finden, finden sich auf Seiten mit stärker nutzergeneriertem Inhalt wie Blogs oder Kommentaren nur ca. 500 Beiträge. Dabei konzentriert sich die Diskussion derzeit auf Seiten rund ums Thema Gesundheit, Frauen oder Ernährung wie „Focus Gesundheit“ oder netdoktor.de, während sich auf Verbraucherseiten wie oekotest.de bisher kaum eine Diskussion zu EHEC entwickelt hat.

Die Analyse von ODC und Q zeigt auch, wie sich die Einstellung zu EHEC zwischen Frauen und Männern unterscheidet. Während sich in der Befragung nur 18% der Männer sehr stark für die Berichterstattung über EHEC interessieren, sind es bei den Frauen immerhin 26%. Ebenso geben nur 9% der Männer bei der Befragung an, sehr stark beunruhigt zu sein, während es bei den Frauen 16% sind. Damit übereinstimmend tauschen sich in den Social Media insbesondere Frauen über EHEC aus. Die relevantesten Themen konzentrieren sich hier auf Fragen nach der Gefahr einer weiteren Ausbreitung und darauf, wie man sich selbst und seine Familie vor EHEC schützt.

Auch im Umgang mit EHEC im Lebensalltag zeigen sich Geschlechterunterschiede. Während 74% der Frauen angeben, in Folge von EHEC etwas an ihren Gewohnheiten zu ändern, sind es unter den befragten Männern nur 59%.

Insgesamt haben zwei Drittel aller Befragten (67%) bereits ihre Einkaufs- und Ernährungsgewohnheiten geändert, wobei der Verzicht auf bestimmte Lebensmittel (36%) und die genauere Prüfung des Herkunftslandes (35%) die wichtigsten Maßnahmen sind.

In der Netzöffentlichkeit spiegelt sich dies in einer Vielzahl von Beiträgen und Kommentaren wieder, in denen sich Verbraucher zunehmend die Frage stellen, wie sicher Lebensmittel überhaupt noch sind. Eine Blog-Kommentatorin stellt etwa konsterniert fest, dass sie durch EHEC „heute selbst die Freude an Bio genommen“ bekommt. Auch in der Befragung stimmen 33% der Aussage voll und ganz zu, dass man selbst Bioprodukte nicht mehr bedenkenlos essen kann.

Damit zeichnet sich bei deutschen Verbrauchern durch EHEC ein weiterer Vertrauens-verlust in Politik und Wirtschaft durch EHEC ab. 34% der Befragten sind überzeugt, dass man den Aussagen der Lebensmittelindustrie nicht mehr trauen kann. Und 53% sind sogar der Ansicht, dass der Gesetzgeber deutsche Verbraucher nicht ausreichend vor ungesunden Lebensmitteln schützt. Der Blick in die Social Media zeigt dagegen, dass sich die politische Netzgemeinde selbst bisher so gut wie gar nicht dafür zu interessieren scheint, EHEC als Thema aufzugreifen. Gerade einmal 79 Beiträge aus der politischen Blogosphäre –egal ob links, grün, rot, konservativ oder liberal – beschäftigen sich mit EHEC.

Ansprechpartner: René Kaufmann

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